Montag, 16. Juli 2018

Im Loft

Anfang Juni war es wieder einmal so weit: Insgesamt 7 Modelle besuchten mich an einem großen und für dieses Jahr letzten Studiotag. In Köln hatten wir uns ein halbes Jahr zuvor entsprechende Mieträumlichkeiten ausgesucht und nun sollten die vorhandenen Sets vielfältig zur Geltung kommen. Mit jedem Model sollten mindestens zwei Bildideen realisiert werden. Wie immer gab es an solchen Tagen viel Gewusel, Abweichungen vom Zeitplan, aber auch viele lustige und schöne Momente.

Wenn man schon im Hinterkopf hat, dass fotografisch für dieses Jahr die Tage für mich gezählt sind, ist man natürlich mit noch ein bisschen mehr Energie und Ehrgeiz dabei. So startete ich um 8Uhr in den Tag und war um 19Uhr wieder zu Hause. Alte, aber auch neue Gesichter waren dabei. Da ich nicht nur Vintage fotografiere, wollte ich auch unbedingt wieder etwas im Bereich Modern Fashion umsetzen. Doch beginnen wir Set für Set!

Die Betonwand
Hier mimte Lily Porcelaine eine Diva und Teresa von Theé genoß im Scheinwerferlicht eine Zigarre sowie ihren Eistee - äh - Whiskey :)
Das i-Tüpfelchen wäre gewesen, wenn der alte Scheinwerfer auch geleuchtet hätte, doch leider war er nicht funktionstüchtig. Trotzdem  mag ich diese Ergebnisse sehr! Von dort aus grenzte bereits das nächste Set an.


Die Bücherwand
Eine schwarz gestrichene Wand verziert von alten Weinkisten, die mit Büchern und Schreibmaschinen bestückt waren, sollte ebenfalls in Szene gesetzt werden. Teresa verkörperte dort eine 20er- Lady und Fräulein Medea vertiefte sich ganz in ihr Manuskript. Durch eine große Glasfront konnten wir wunderbar natürliches Licht mit einer Softbox kombinieren.
Bei Fräulein Eleonore nutzten wir diese Gegeben- heit ebenfalls aus und zauberten eine nostalgische Atmosphäre, die durch die Sepia-Bearbeitung verstärkt werden konnte. Prinzipiell gibt es kein Jahrzehnt, das ich besonders favorisiere. Aber speziell die 20er finde ich bei Frauen sehr interessant. Vielleicht etwas für nach der (Zwangs-)Shootingpause.
Jedoch wieder zurück zur Bücherwand: Etwas eingerückt davor stand ein Tisch für eine Visagistin. Da die hier gezeigten Modelle sich aber alle selbst hergerichtet hatten, funktionierten wir ihn ebenfalls als Requisite um.


U.a. vollendete Lily Porcelaine ihr Styling fürs Foto hier. Vorab hatten wir einige "Moods" studiert und haben aber letztendlich dann doch unser "eigenes Ding" umgesetzt. Ihr lieber Mann half uns dabei enorm, denn mit einem Reflektor setzte er noch einige Lichtakzente auf ihren Rücken.


Bei Schwarz auf Schwarz bin ich bei meinen Bildern nämlich immer tierisch kritisch. Man weiß nie, welche Einstellungen die Endbetrachter des Bildes an ihren Geräten vorgenommen haben und so besteht immer die Gefahr, dass alles einfach nur zu einer großen Masse Schwarz verschwimmt. Es muss nur ein wenig zu dunkel oder zu kontrastreich sein und schwupps wird das Bild falsch dargestellt. Deshalb bin ich sehr gespannt, ob - trotz des Schwarz auf Schwarz - bei dieser Collage, sie gut angenommen wird. :)

Die Leitern
Tja, anderes Set, gleiches Thema. Wenig Licht, schwarzer Hintergrund und viiiiiiel Schatten. Entsprechend war ich sehr lange mit der Bearbeitung beschäftigt und habe immer mal wieder mich dafür verflucht, nicht doch eine zweite Softbox eingepackt zu haben. Denn auch hier wollte ich die Scheinwerfer, die letztendlich ja nicht funktionierten, mit verwenden.
Während Miss Julie Baines im typischen PinUp-Stil zu Pinsel und Farbe griff, präsentierte Fräulein Eleonore stilvoll ihren Hosenzweiteiler. Oliva hingegen tauchte in die High-Fashion-Welt ein und Lily Porcelaine zeigte glamourös ihre Dessous.
Ein Set, ein Hintergrund, 2 Lichtsettings. Natürlich beeinflusste meine Bearbeitung aber auch die Grundfarbigkeit gegeben durch Hautfarbe, Kleidung und der Haarfarbe. Bei manchen Collagen fügte ich außerdem noch Texturen mit ein, um dem Hintergrund eine gewisse Struktur zu verleihen. Ich bin einfach kein Freund von "einfach nur Schwarz"
Die Spinte und der Turnbock
Ein Bett aus Paletten stand auch noch zur Verfügung. Aber da ich mir dazu nichts vorstellen konnte, das zu meinem Stil irgendwie passt, boten sich die Spinte mit dem Turnbock hervorragend an, vintage wie auch modern Sedcarderweiterungen zu produzieren. Miss Julie Baines wurde zur Boxerin, während Olivia ihre Calvin-Klein-Wäsche trug.
Damit ging ein ereignisreicher Tag auch im Flug zu Ende. Wie schon mehrfach erwähnt, war dies der vorerst letzte große Shootingtag vor meiner Pause. Pause? Warum Pause? Ab voraussichtlich Oktober bis März/April 2019 werde ich die Kamera nur noch privat zum Einsatz kommen lassen, da wir uns familiär verändern. Unsere Kleine bekommt ein Geschwisterchen und dafür muss noch Nestbau betrieben werden. Wir ziehen um! Da ich noch nicht absehen kann, wie sehr uns das beansprucht und wann wir wieder im "Alltag" angekommen sind, stecke ich lieber mal den Rahmen der Pause etwas großzügiger ab, als zu wenig Zeit zu kalkulieren.

Bleibt trotzdem dem Blog weiterhin treu, denn ein paar tolle Shootings kommen noch :)

Lg,
eure Tina!

Mittwoch, 18. April 2018

Höher, weiter, schneller...

... so fühlten sich jedenfalls die letzten Jahre an. Immer mehr in immer weniger Zeit zu schaffen. Warum? Weil der Rest um einen herum natürlich auch nicht schläft. Aber wofür der ganze Stress?

Zurück noch einmal an den Anfang. Vor ca. 10Jahren vertiefte ich zuerst mein Hobby. Anstatt wirklich nur den engsten Familien- und Freundeskreis zu fotografieren, schrieb ich meine ersten TFP-Shootings mit "Fremden" aus. Zu dem Zeitpunkt war ich froh, binnen eines Jahres ca. 10-15 Shootings verzeichnen zu dürfen. Damals noch völlig ohne großartige Konzepte. Oft versuchte ich spontan mir etwas einfallen zu lassen, nachdem ich die mitgebrachten Outfits erst vor Ort betrachten konnte. Es gab noch kein Instagram und bei Facebook war - jedenfalls in Deutschland - noch nichts los. So konnte man mal alle paar Wochen von anderen Fotografen auf diversen Portalen deren neue Arbeiten betrachten und fühlte sich eigentlich gar nicht unter Druck gesetzt. Klar, der eigene Wille, sich fort zu entwickeln, bestand natürlich. Aber warum etwas überstürzen? Mit der steigenden Vernetzung im Social Media stieg auch die Anzahl der Shootings pro Jahr. Blütensaison? Muss unbedingt mitgenommen werden! Der erste Schnee? Raus und schnell shooten, bevor die Gelegenheit wieder verfliegt! Ein Urlaub ist geplant? Sofort schauen, ob man dort auch mit wem shooten könnte! Schließlich ist man sonst doch längst vergessen oder? Gerade wenn man nichts täglich posten kann.

Durch Absagen einiger Modelle vor ein paar Wochen, nahm ich mir mal wieder die Zeit, meinen Rechner etwas gründlicher aufzuräumen sowie durch alte Ordner zu klicken. Dabei stellte ich fest, dass ich allein im letzten Jahr fast 75 Shootings verzeichnen konnte. Und das trotz meiner Projektarbeit fürs Studium, trotz den Abschlussprüfungen sowie den normalen Klausuren und dem Abendunterricht, trotz ganz kleinem Kind und trotz all den anderen Aufgaben im Alltag. Wenn ich jetzt in den Spiegel schaue, kann ich dann von mir behaupten, glücklicher zu sein? Sicherlich konnte ich viel posten und bestimmt habe ich auch den ein oder anderen Follower gewinnen zu können. Aber war das ursprünglich meine Intention?

Ich habe für mich festgestellt, dass ich das Wichtigste bei all dem vergessen habe: Mich und meine Liebe zum Hobby. Generell bin ich kein spontaner Mensch und weil mein Terminkalender immer Wochen im voraus sich mit Shootings füllte, konnte ich noch weniger flexibel reagieren. Auch die Vorgespräche raubten enorm viel Zeit. Zeit, die ich doch lieber mit anderem gerne verbracht hätte. Meine Kleine und die Familie ist nicht zu kurz gekommen, aber mir selbst blieb wenig Spielraum für Sport, Ruhe oder dem Sozialleben darüber hinaus.
Deshalb habe ich für mich beschlossen, nicht mehr dem Trend zu folgen. Nicht höher, weiter und schneller sein zu wollen. Wenn andere an mir vorbei ziehen, dann können sie das. Es ist ihr Weg. Nicht länger meiner. Ich werde mich weiterhin über kleine und große Erfolge freuen. Aber ich möchte mich nicht länger unter Druck setzen lassen. Wem meine Arbeiten gefallen, der wird mir auch weiterhin folgen.

Da dieses Jahr noch einige private Veränderungen anstehen, möchte ich mich mit vollem Herzen erst einmal diesen widmen. Die Kamera zur Seite legen? Völlig undenkbar. Aber die Taktung der Shootings muss etwas zurück gefahren werden. Ich möchte noch mehr mein größtes Glück heranwachsen sehen. Dafür ist später keine Zeit mehr, das nach zu holen. Und dazu bedarf es einer Mama, die mit sich selbst auch im Reinen ist.

Denkt dran, man lebt nur einmal ;)

Liebe Grüße und bis ganz bald,
eure Tina!

Mittwoch, 28. Februar 2018

Publikationen

Die größte Ehre für einen (Hobby-) Fotografen? Eindeutig Publikationen in Zeitschriften! So sehe ich es jedenfalls.

Warum? Gerade im digitalen Zeitalter verweilen Fotos oft nur auf Festplatten. Im Social Media geraten sie ebenso schnell in Vergessenheit, da täglich eine Flut neuer Bilder auf die Betrachter einströmen. Doch eine Aufnahme gedruckt in den Händen zu halten, ist etwas ganz anderes. Besonders dann wenn eine bestimmte Zielgruppe in Magazinen angesprochen werden soll.

Als ich vor fast 10Jahren mit der Fotografie begonnen habe, hätte ich nie gedacht, dass ich so viele tolle Projekte realisieren würde. Von vielem habe ich damals einfach nur geträumt. So auch von Publikationen. Das ist doch schließlich nur etwas für die ganz großen! Meine Bilder würden da nie mithalten können!

Diese Meinung besitze ich nach wie vor. Immer noch bestaune ich Werke anderer und denke mir, dass diese jene Wertschätzung wirklich verdient haben. Umso überraschter war ich, als das Model Fräulein Medea 2014 ein Bild von mir beim Vintage Flaneur einreichte und es tatsächlich abgedruckt wurde.
Damals noch unter meinem Mädchennamen war dies in der 4.Ausgabe also eher ein Zufall. Vielleicht klappt es ja auch noch einmal mit meinem aktuellen Namen ;)

3 Jahre später fragte mich das internationale BoudoirZine an, ob eine bereits hier im Blog veröffentlichte Reihe publik gemacht werden könnte. Meine ersten 6 Seiten und eine Erwähnung auf dem Cover dann aus dem Briefkasten zu fischen, war wirklich unglaublich. Allein bei dem Gedanken freue ich mir immer noch einen Keks. :) Ebenso erhielt ich hier die Möglichkeit zu einem Interview über meine Fotografie, meine Wünsche, Ziele und Pläne. Neben der Ausgabe 4 folgten noch weitere Seiten in der sechsten und Nummer 8  aus Februar 2018 beinhaltete mein erstes Cover sowie 27 (!) Seiten des Magazins.


Ganz schön lustig, wenn man bedenkt, dass ich selten bis gar nie Boudoir und allgemein Wäsche fotografiere. Und genau DAS wird dann natürlich veröffentlicht. *lach* Eine weitere Serie kommt noch im April dazu. Also bleibt gespannt. Es wird sich definitiv lohnen, obwohl meine "typische Location" dafür dieses Mal nicht genutzt wurde.
Beim  The Unleashed Magazin und VintageLife Magazine wurden wieder meine lieben Modelle aktiv. Fräulein Betti wurde im The Unleashed Magazin portraitiert. Dazu gehörte auch ein Bild aus unserem Shooting. Lady Bella Bionda hingegen gewann sogar einen Fotocontest und durfte sich Miss Vintage Life September 2017 nennen.
Meine 7. Publikation erhielt ich mit ganzen 5 Seiten im aktuellen Rocket Magazine zum Thema Valentinstag. Die Bilder aus dem vergangenen Jahr mit Julchen von Brennt, Lady Bella Bionda, Frollein Tine und Chi Chi Cherie erhielten jeweils eine ganze A4-Seite. Wer sie wohl alles schon bestaunt hat?
Ich möchte hiermit noch einmal allen Modellen für ihr Mitwirken danken. Ohne sie könnte ich diese Zeitschriften mit einem Teil von UNS nicht in den Händen halten. Ohne sie hätte ich mich nie neben die "Großen" kurz gesellen dürfen. Ohne sie wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin.
Auch den Redakteuren möchte ich danken. Schließlich gab es bestimmt genügend andere, die zur Auswahl standen. Ich hoffe, in Zukunft bei weiteren spannenden Shootings die Möglichkeit auf eine Publikation zu erhalten, um ein Stück weit die Liebe zu meinem Hobby mehr transportieren zu können.


Wenn Intersse an einer Zusammenarbeit besteht, freue ich mich sehr über Zuschriften - egal über welchen Kanal.

Es ist egal, wie oft man mal eine Startseite zieren durfte oder kurz im Banner auf einer Website erscheint. Diese Magazine bleiben mir ;) Vielleicht bin ich auch da etwas nostalgisch, aber das ist für mich etwas, das ich immer mit stolz zeigen kann!

Liebe Grüße und bis zum nächsten Post!
Eure Tina!


Montag, 26. Februar 2018

At the fun fair

Selten zeige ich mich als Wiederholungstäterin, aber ich hatte letztes Jahr das Gefühl, auf dem historischen Jahrmarkt nicht all meine Ideen verwirklicht zu haben. Da Lily Porcelaine und ich nach unserem ersten Shooting uns definitiv wieder sehen wollten und Bochum für uns beide fast "die Mitte" der Strecke darstellte, einigten wir uns, auf jener Veranstaltung letztes Wochenende wieder zu sehen. Neben ihrem lieben Mann hatte sie 3 tolle Outfits im Schlepptau, sodass wir aus einem großen Pool an Möglichkeiten schöpfen konnten.



Warum es mich dort wieder hin verschlagen hat? Nicht nur als Fotografin, sondern auch als "normale Besucherin" lässt es sich kaum in Worte fassen, wie magisch die Atmosphäre dort ist. Die Schausteller sind passend zur jeweiligen Attraktion im entsprechenden Jahrzehnt gekleidet und man taucht in eine völlig andere Welt ein. Lily wurde bei unserem Shooting recht schnell ein Teil davon: Mal auf den Holzpferden, vor nostalgischen großen Orgeln, mit Zuckerwatte oder einfach in der Nähe von all dem Getümmel dort.



Wieder einmal nutzte ich nur das dort vorhandene Licht. Manche Karusells kamen außerdem mit Scheinwerfern besonders zur Geltung, sodass der "Hollywood"-Stil bei einem schwarzweißen Porträit mir endlich gelang. Um auch meinem Ton-in-Ton-Prinzip treu bleiben zu können, hatten wir im Vorfeld über die Kleidung gesprochen. Alles andere überließen wir dem Zufall. Bei so vielen Besuchern drum herum blieb uns auch nicht viel anderes übrig. So durfte (oder musste? :)  ) Lily einige Runden auf dem Holzpferd verbringen, bis wir endlich mal keine Passanten mit aufs Bild bekamen.
Ich hoffe, euch gefällt diese Miniserie genauso gut wie uns!

Ob ich noch einmal dort shooten werde? In dem Fall sage ich wohl niemals nie. :)
Mit Lily wird es ein erneutes Wiedersehen Ende April geben.

Wie die nächsten Wochen aussehen werden? Es sind noch einige Shootings geplant, die zum Teil jedoch wieder wetterabhängiger sind. Lasst euch also überraschen!

Bis bald,
eure Tina!

Dienstag, 6. Februar 2018

Die Welt durch Kinderaugen

Mein letzter Post mit Kinderbildern liegt schon 3Jahre zurück. Zwar habe ich den alten immer mal wieder "unterfüttert", aber mittlerweile möchte ich euch gerne Neues zeigen. Da letztes Wochenende gleich zwei neue Erdbewohner zu mir bei Besuch waren, bietet sich das jetzt eindeutig an.

Was hat sich geändert? Ich glaube, seit ich selbst Mama bin, sehe ich Kinder noch einmal ganz anders und kann mich viel besser in die Eltern hinein versetzen. Es gibt so vieles, das man aus eigener Erfahrung beurteilen kann und das man sich ebenso von einer Fotografin wünscht. Auch hat mir meine Kleine dabei geholfen, ihre Welt besser zu verstehen. So gehe ich mittlerweile auch ganz anders auf Kinder zu. Behalten würde ich sie am liebsten alle nach dem Shooting. Das ist nach wie vor keine Frage. *g*

Ich möchte prinzipiell gerne wieder mehr Minimodelle vor der Kamera haben. Die Kleinen verändern sich so schnell und gerade in dem digitalen Zeitalter ist es doch recht einfach "Erinnerungen einzufrieren". Wirklich wichtige bedürfen daher auch etwas mehr als eine schlichte Handykamera. Denn diese einzigartigen Momente nachzustellen oder zu wiederholen ist oft unmöglich.

Durch meine eigenen Kinder habe ich meinen Fundus enorm aufgestockt. Wegen Baby Nr. 2 wird auch sicherlich weiterhin hier und da etwas dazu stoßen. Es ist immer schöner, wenn die Kinder sich beschäftigen können und im Spiel das drum herum vergessen. So liebe ich z.B. meinen Retrobobbycar. Für größere Mädchen (ab ca. 3Jahren) habe ich auch einen Shabby-Puppenwagen.  Eine Emaillebadewanne soll noch folgen und der Rest wird so oder so bei Gefallen ergattert. Da jedes Kind eigene Vorlieben hat, möchte ich auch die Fotos entsprechend individuell umsetzen. Wer lieber Fußball spielt, kann diesen genauso gerne mitbringen. Kuscheltiere, Decken etc. sind auch kein Problem. Umso wohler werden sich die Kleinen beim Shooten fühlen und das sieht man auch später auf den Fotos! Auch sollten Kinder zu nichs gezwungen werden. Deshalb sollte man sich vor einem jeder Kindershooting von bestimmten Wunschbildern lösen und sich einfach über die Ergebnisse freuen. Kinder werden nämlich in den seltesten Fällen genauso posieren und schauen, wie sie angewiesen werden.
Deshalb möchte ich noch mehr in Zukunft meinen Fokus darauf legen, "ungestelltere" Szenen abzulichten und fast nur noch mit Tageslicht aktiv zu werden. Warum? Gerade Blitze etc. lenken die Kinder oft ab. Manche haben sogar Angst vor ihnen. Wenn ich nur mit Tageslicht arbeite, bin ich mehr ein Beobachter oder darf Teil ihrer Welt werden. Ich falle weniger auf und habe dadurch die Möglichkeit, natürliche Emotionen einzufangen.

Ich hoffe, ich erhalte noch viele weitere Gelegenheiten, durch Kinderaugen ganz neue Facetten gezeigt zu bekommen. Meine Tochter nimmt mich täglich mit an die Hand. Mal sehen, wer mich noch so mitnimmt. :)

Regelmäßiges Reinklicken sollte sich hier also besonders lohnen, denn dieser Post soll sich hoffentlich noch sehr viel im Laufe des Jahres erweitern. Wer mir dabei mit seinem Krümel helfen mag, kann mich gerne anschreiben.

Lg,
eure Tina!

Mittwoch, 31. Januar 2018

Boudoir

Bereits im September fiel der Startschuss für die Planung dieses Shootingtages. Nach dem ich meine zweite Veröffentlichung im "BoudoirZine" ergattert hatte, wurde mir ein Cover sowie eine Strecke im Innenteil angeboten. Wer träumt nicht davon, dass die eigenen Fotos publiziert werden? Also mussten eine neue Idee und Modelle her, mit denen ich bisher noch nicht für das Magazin geshootet hatte. Nach einer Ausschreibungsphase hatten sich recht schnell Teilnehmerinnen gefunden, auch wenn zwischendurch die Besetzung minimal routierte. Schließlich ist es schwierig, so viele Beteiligte alle an einen Tag an einen Tisch - oder besser gesagt  in ein Studio zu bekommen. Erneut wollte ich dafür etwas in meinem Lieblingsmietstudio realisieren.
Bisher konnte man immer nur einzelnd unterschiedliche Schönheiten auf dem Cover bewundern. Mir war es aber wichtig, dass jede die Chance erhält, auf dem Titelbild zu erscheinen. Deshalb unterbreitete ich die Idee von einem Gruppenfoto. Prompt wurde dieser Vorschlag angenommen. Doch wie alle gleichmäßig zur Geltung kommen lassen?
Eher spontan nutzten wir dafür das riesige Bett, nach dem mich ein Versuch auf einem Sessel nicht so wirklich überzeugen konnte.  Eine "Kissenschlacht" rundete die Serie ab.

Als ich nach 10Stunden abends wieder nach Hause kam, war nicht nur meine Speicherkarte immens gefüllt. Auch waren schon viele Nachrichten eingetrudelt sowie mein Interesse groß, die Ergebnisse zu sichten. Mit keinem Model hatte ich vorher schon einmal zusammen gearbeitet. Hatte wohl alles geklappt?
Lily Porcelaine
Mit Lily Porcelaine hatte ich ein vielseitiges und besonders liebes Model, das ich ablichten durfte. Sie ist Französin und lebt aktuell in Holland. Durch ihre unkomplizierte und fröhliche Art konten wir sehr vielseitige Aufnahmen realisieren.


Mademoiselle Malou kam extra aus Berlin angereist, um vor meiner Kamera zu stehen. Sie ermöglichte mir sogar noch ein Interview mit x- working zu geben, das ihr hier finden könnt: *klick*
Durch ihre Tattoowierungen brachte sie noch einen ganz anderen Flair mit in die Bilder.

Von Anfang an wollte ich mit unterschiedlichen Frauen zusammen arbeiten, um sie alle unter dem Thema "Boudoir" wieder zu vereinen. Doch wofür steht Boudoir? Wer im Duden nachschlägt, erhält sinngemäß die Definition "elegantes Damenzimmer". Seit dem 20.Jahrhundert versteht man darunter sinnliche, nostalgische Frauenfotos in eleganter Wäsche in einem edlen Ambiente, das z.B. einem historischen Ankleidezimmer gleicht. Da ich immer Bedenken hatte, dass Fotos in Unterwäsche "schmuddelig" wirken könnten und ich deshalb lange keine Versuche in die Richtung startete, merkte ich bereits Anfang 2015 bei meinem ersten Besuch in diesem Mietstudio, dass Boudoir genau die Art der Bilder ist, die ich mit mir vereinbaren kann. Die Frauen sind alles andere als unbekleidet und wirken dennoch verführerisch und sinnlich.
Mademoiselle Malou
Trotzdem ist dieses Shooting eines von wenigen und soll es auch bleiben. Ich weiß noch nicht, ob ich noch einmal ein Projekt in der Richtung aufziehen werde, weil ich zum einem schon sehr oft in diesen Räumlichkeiten fotografiert habe und zum anderen - verständlicherweise - nicht jedes Model solche Bilder veröffentlichen möchte.
Vielleicht kennt ja auch ein interessiertes Model eine tolle Location und möchte mich mal dahin mitnehmen. Offen für Neues bin ich nämlich immer.


Deswegen sollte bei diesem Shooting auch das Licht wieder etwas anders sein als bei den vorigen (siehe Vergleich hier:*klick*  ). Zwar wollte ich auch wieder gezielt mit Schatten arbeiten, aber dieses Mal noch betonender, dass die indirekte Beleuchtung durch Lampen, Kronleuchter etc. besser zum Vorschein kommen konnte.
Frollein Fuchs
Frollein Fuchs war ca.48h vor dem Shootingtag erst zur Gruppe hinzugestoßen, da sie für ein erkranktes Model eingesprang. Dass alles mehr spontan zusammengestellt und eingerichtet wurde, war ihr aber 0 anzumerken. Die Zusammenarbeit verlief völlig harmonisch, sodass ich mich freuen würde, sie bald wieder zu sehen. Bei ihr hatte ich sehr stark das Gefühl, in die 20er einzutauchen. Wie bei den anderen Modellen ebenso, stylte auch sie sich selbst.
Zauberhaft oder?

Die letzte im Bunde sollte Madame Donna de la Miez  sein. Auch mit ihr arbeitete ich das erste Mal zusammen. Manch einer mag sie vielleicht aus dem VintageFlaneur kennen, in dem sie schon als Model zu bestaunen war. In der 8.Ausgabe des BoudoirZine ist sie mit den anderen auf fast 20Seiten + dem Cover ab Februar somit wieder zu sehen. Sogar noch mit mehr Bildern als hier!
Madame Donna de la Miez
Ich hoffe, euch gefällt die Reihe genauso gut wie mir und natürlich dass viele sich das Magazin holen, entweder als PDF oder gedruckte Version.

Ihr habt Fragen? Oder besondere Wünsche bezüglich meiner nächsten Blogposts? Dann her damit! Ich möchte 2018 gerne wieder mehr hier veröffentlichen als ich es 2016 und 2017 geschafft habe.

Der nächste große Shootingtag mit mehreren Modellen steht in nicht einmal 14Tagen an, sodass ich wenigstens in naher Zukunft diesen Versuch einhalten kann.

Neue Ausschreibungen kommen wahrscheinlich ab Ende Februar/ Anfang März. Die letzten Jahre habe ich immer weit im Voraus geplant. Dies möchte ich weniger beibehalten, sodass auch spontan möglicherweise tolle Wetterbedingungen genutzt werden können.

Ich freue mich auf euch und alles Kommende!

Bis bald,
eure Tina!